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Lachshuhn

Der Zuchtring

Der Zuchtring Deutsches Lachshuhn wurde am 18.11.2000 gegründet. Einige engagierte Züchter aus den Reihen Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Haustierrassen (GEH) hielten diese Maßnahme für dringend notwendig, da die Lachshühner - wie die meisten anderen alten Geflügelrassen - heute fast ausschliesslich auf ein äusseres Erscheinungsbild, den Phänotyp, gezüchtet werden. Hierdurch - und durch den vermehrten Einsatz der Inzucht - geht die Leistungsfähigkeit, wie leider oft festgestellt werden muss, verloren. Die Leistungsfähigkeit ergibt sich dabei aus der Gesundheit, Vitalität, Futterverwertung, Frohwüchsigkeit, Eigrösse, Legeleistung und beim Mast-, bzw. Zwiehuhn, wie das Lachshuhn eines ist, der Mastfähigkeit. Ziel des Zuchtringes ist es, diese Rasse in ihrer genetischen Vielfalt und mit ihrem Leistungspotential zu erhalten, sie zu fördern, sie einer breiteren Halterschicht näher zu bringen und es somit als Zwiehuhn (Fleisch und Eier) wieder einer Nutzung zuzuführen. Das Wunschziel ist eine Wiedereinführung der Rasse Deutsches Lachshuhn in eine multifunktionale Landwirtschaft, in der sich die Rasse auf Grund ihrer Eigenschaften selbst erhält. Mit diesem Zuchtring hat die Nutzrasse Deutsches Lachshuhn nun wieder eine Lobby.

Die Zuchtkriterien sind in absteigender Gewichtung: Genetische Vielfalt - Leistung - äusseres Erscheinungsbild. Die Übergänge der einzelnen Kriterien sind fliessend. Im Zuchtring sind mehrere Züchter mit ihren Lachshuhnstämmen vereint. Hauptmerkmal dieser Zuchtringidee ist die Inzuchtminimierung durch eine Hahnenrotation in einer festgelegten Reihenfolge.

Als erstes wird angestrebt, eine in sich geschlossene Population zu bilden. Diese Herde besteht aus den Lachshuhnstämmen der einzelnen Zuchtringmitglieder. So soll auf die Dauer eine stabile, aussagekräftige Kernherde aufgebaut werden, die dem gefordertem Leistungsbild "Deutsches Lachshuhn" entspricht. Eine Einkreuzung anderer Rassen zur Förderung einzelner Leistungsmerkmale findet nicht statt.

Eine Vorschrift zur Haltung und Fütterung wird nicht gemacht, da die einzelnen Züchter unterschiedliche Ansprüche und Möglichkeiten haben. So füttert der eine intensiv, der andere extensiv, der nächste biologisch, der vierte konventionell, Züchter A hat ein Lichtprogramm, Züchter B in seinem Stall gar keinen Strom usw. Auf diese Weise lassen sich die einzelnen Stämme natürlich nicht mit einander vergleichen, was auf der einen Seite schade ist. Auf der anderen Seite werden so verschiedene Eigenschaften der Rasse angesprochen und innerhalb des Zuchtringes in den einzelnen Stämmen durch Selektion gefördert, was der Erhaltung der genetischen Variationen zu Gute kommt.

Im Herbst 2003 wurde eine Teilung des Zuchtringes in einen inneren und äusseren Ring beschlossen. Hintergrund hierfür sind die doch recht unterschiedlichen räumlichen, bzw. zeitlichen Möglichkeiten der einzelnen Mitglieder. So wurde nun für Mitglieder mit weniger Zeit und/oder Platz der äussere Ring eingeführt. Dieser Ring sieht sich ausschliesslich als Erhaltungszucht und Schaffung eines grösseren Genpools unserer Rasse. Grundlage ist auch hier die Inzuchtminimierung durch die Hahnenrotation. Der äussere Zuchtring gibt nun all jenen , die mehr Zeit aufwenden können und wollen, die Möglichkeit, das Lachshuhn durch intensivere Zucht zu fördern. So wurde für den inneren Ring die Einzeltierkontrolle mindestens zur Brutsaison zur Pflicht.

Mitglied im Zuchtring kann jeder Interessierte an der Lachshuhnzucht werden. Eine Mitgliedschaft in der GEH ist nicht Bedingung , aber natürlich gibt es eine Menge gute Argumente, in der Gesellschaft Mitglied zu werden. Die entstandenen Unkosten durch Kopien, Porto oder diese Webseite werden auf alle Mitglieder umgelegt und sind damit der Mitgliedsbeitrag. Berechnungszeitraum ist jeweils von Herbsttreffen zu Herbsttreffen. Es besteht die Möglichkeit, passives Mitglied zu werden. Diese Mitglieder zahlen derzeit einen festen Betrag von 5 Euro/a und bekommen die ganze Post, die es im Zuchtring gibt.

Die einzelnen Zuchtringe, die in, bzw. aus der GEH entstanden sind, arbeiten alle nach verschiedenen Kriterien. Diese richten sich an den Möglichkeiten und Prioritäten der einzelnen Zuchtringmitglieder. Gemeinsames Merkmal ist die Erhaltung der genetischen Variationen und die Schaffung von Kernherden der einzelnen Geflügelrassen.

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